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Kino
BURG -LICHTSPIELE
im ehemaligen Schulhof

            EINTRITTSPREISE


​Regelmäßige Kinogänger erinnern sich noch an die Eintrittspreise:
50 Pfennig kostete die 14 Uhr-Vorstellung, 80 Pfennige waren es  um 16 Uhr, am Abend musste man eine Mark bezahlen.

Eine interessante Information zum Kino steuerte Klaus Weber aus Gönnheim bei. Der Kinoliebhaber stellte mir einen Artikel aus „Die Filmwoche“ von 1955 zur Verfügung, den ich hier gerne abdrucke. Er gibt nicht nur eine sehr detaillierte Beschreibung des Interieurs wieder, man erfährt auch, dass das Kino 1950 eröffnet wurde. Aufmerksame Besucher dieser Webseite werden jetzt auch erkennen, dass das Foto nicht das Wachenheimer Kino zeigt. Fotos gibt es leider keine mehr.

Die „Burg-Lichtspiele“ in Wachenheim, der Stadt des berühmten „Wachenheimer Gerümpel“ haben ein modernes Gesicht erhalten. Was man aus einer kleinen Turnhalle machen kann, hat der Inhaber Karl Manz, mit dieser Wandlung bewiesen, der das 220-Platz-Theater 1950 eröffnete. Die Bildfläche wurde von 2.40 x 3.10 m auf 2.80 x 4.50 m vergrößert. Ein Sockel aus hellen Holzplatten zieht sich entlang der Wände, deren oberer Teil eine mittelgrüne Bespannung aus Dekorationsstoff ziert. Dazu wurde eine Kassettendecke aus weiß-grün-marmorierten Frigolit-Kunstkorkenplatten mit schwarzen Fugen eingezogen und so die Akustik bedeutend verbessert. Moderne Fischerleuchten ergänzen die Ausstattung dieses kleinen schmucken Hauses.

Wie lange es das Wachenheimer Kino gab, ist nun auch recht verlässlich zu sagen. Meine Mitschüler Manfred Bühler und Friedhelm Hafner erzählten mir unisono, dass sie „Winnetou Teil 3“ in den Burg-Lichtspielen gesehen haben. Der Film kam 1965 in die Kinos der Großstädte und erst mit zeitlicher Verzögerung in die Provinzkinos. So schreibt mir Friedhelm mit einem Smiley: „Ich bin ziemlich sicher, dass Winnetou erst 1966 im Wachenheimer Kino gestorben ist.“

Und kurz darauf fiel wohl auch der letzte Vorhang der „Burg-Lichtspiel".

Wo heute die Fahrzeuge der Verbands-gemeinde parken, standen in den 1950/60er Jahren die Wachenheimer Schlange, um sich die neuesten Filme anzuschauen.
Bevor das Gebäude als Kino genutzt wurde und auch danach, diente es als Turnhalle für Schulklassen und Sportvereine. Bis zur Fertigstellung der heutigen Kurpfalzschule diente es den geburtenstarken Jahrgängen als Klassenzimmer.

Symbolfoto
Ca. Mitte der 1970er Jahre
2022
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